Programm dieser Studienreise:
Donnerstag, 29.10.2026: Die Abfahrt ist in Coburg, ZOB am Bahnhof um 05.30 Uhr, in Lichtenfels am Bahnhofsvorplatz um 06.00 Uhr, in Bad Staffelstein um 06.15 Uhr und in Bamberg am Fuchs-Parkplatz in der Pödeldorfer Straße um 06.45 Uhr. Die Anreise erfolgt über Kassel, wo wir in Schloss Wilhelmshöhe mit einer Führung die Sonderausstellung „Dürer für hessische Fürsten“ besuchen werden.
Albrecht Dürer war bereits zu Lebzeiten europaweit berühmt und setzte Maßstäbe für Künstler und Sammler. Sein außergewöhnliches Renommee beruhte vor allem auf seiner international verbreiteten Druckgraphik. Anlässlich seines 555. Geburtstages im Jahr 2026 widmet sich die Ausstellung der Frage, wie diese Wertschätzung entstand – und worin Dürers bis heute ungebrochene Modernität liegt. „Dürer für hessische Fürsten“ zeichnet das Sammeln von Dürers Werken im fürstlichen Kontext vom späten 16. bis ins 19. Jh. nach. Die Ausstellung eröffnet damit Einblicke in die Entwicklung der Kennerschaft, in den Umgang mit Original und Kopie sowie in die Entstehung moderner kunsthistorischer Forschung. Insgesamt werden rund 130 Werke präsentiert, darunter etwa 100 Kupferstiche, Radierungen und Holzschnitte von höchster Qualität, einzigartige Zeichnungen sowie bedeutende Gemälde, die von den hessischen Landgrafen als Dürer erworben wurden. Nur bei der berühmten „Tucherin“ hielt diese Zuschreibung stand. Sämtliche Ausstellungsstücke stehen in direktem Zusammenhang mit den fürstlichen Sammlungen in Kassel und Darmstadt und veranschaulichen eindrucksvoll die anhaltende Faszination für einen der einflussreichsten Künstler der europäischen Kunstgeschichte.
Anschließend fahren wir nach Essen, wo wir für die Dauer der Reise im Hotel FOUR ESSEN CITY CENTRE (ehem. Holiday Inn Essen City Center) wohnen werden. Abendessen im Hotel und Übernachtung.
Freitag, 30.10.2026: Nach dem Frühstück fahren wir nach Düsseldorf. Hier besuchen wir im K20 mit einer Führung die Sonderausstellung „Franz Marc. Die Suche nach einer besseren Welt“. Franz Marcs (1880 – 1916) Werke faszinieren durch ihre leuchtenden Farben und tief berührenden Themen. Vor allem seine Tierdarstellungen ziehen den Betrachter in seinen Bann. Gemeinsam mit Wassily Kandinsky gründete er die Gemeinschaft „Der Blaue Reiter“ und setzte sich leidenschaftlich für die moderne Kunst ein. Sein Weg führte ihn von den zauberhaften Tierdarstellungen bis zur kubistischen Auflösung der Formen in die Abstraktion. Das Gesamtwerk von Franz Marc entstand in nur wenigen Jahren zwischen 1904 und 1914. Die Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ist die erste monografische Schau zu Franz Marc seit mehr als zwanzig Jahren und bietet einen umfassenden Einblick in das Schaffen dieses außergewöhnlichen Künstlers.
Am Nachmittag unternehmen wir einen zweistündigen Stadtrundgang durch Düsseldorf unter dem Motto „100 Jahre Joseph Beuys – Wo der Weltkünstler die Stadt heute noch inspiriert“. Beuys in Düsseldorf: Der Weltkünstler, Aktivist und Vordenker ist immer noch in der Stadt präsent – nicht nur in Ausstellungen und der Akademie, sondern auch an Fassaden, in Kneipen und neuen Konzepten. Diese Tour erzählt die Geschichten, die dahinterstecken.
Anschließend Rückfahrt nach Essen zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.
Samstag, 31.10.2026: Nach dem Frühstück fahren wir zum Folkwang-Museum in Essen und besuchen dort mit einer Führung die Sonderausstellung „Ich, Gustave Courbet. Maler und Rebell“. Gustave Courbets radikale Bildsprache, sein gesellschaftspolitischer Anspruch und sein Einfluss auf die Kunst der Moderne haben bis heute nicht an Wirkung verloren. Er wandte sich gegen die idealisierte Ästhetik des Klassizismus und der Romantik und machte stattdessen das Leben einfacher Menschen und die Wirklichkeit zum Gegenstand seiner Malerei. Mit seiner kompromisslosen Haltung und seiner innovativen Maltechnik gilt Courbet als Wegbereiter der Moderne – ein Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik.
Die große Retrospektive widmet sich einem der prägendsten Künstler des 19. Jh., einem künstlerischen Erneuerer mit schillernder Persönlichkeit. In seiner Kunst spiegelt sich sein politisches Engagement wider, was 1873 dazu führte, dass er als politisch Verfolgter Paris verlassen und in die Schweiz flüchten musste. Die Ausstellung beleuchtet zentrale Lebensstationen und Werkgruppen des Künstlers: Selbstbild und Öffentlichkeit, soziale Realität, erotische Darstellung, Landschaft und Exil.
Nach der Mittagspause besichtigen wir mit einer Führung die Villa Hügel. Inmitten einer 28 Hektar großen Parklandschaft mit Blick auf den Baldeneysee liegt die Villa Hügel. 1868 von dem Industriellen Alfred Krupp entworfen und 1873 fertiggestellt, diente sie bis 1945 der Unternehmerfamilie Krupp als Wohnsitz. Einflussreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, Künstler und gekrönte Häupter gingen in der Villa ein und aus. Mit ihren 269 Räumen ist sie weit mehr als der Wohnsitz einer bekannten Unternehmerfamilie - sie ist ein Symbol für die Industrialisierung Deutschlands. Zahlreiche repräsentative Räume sind zur Besichtigung freigegeben, die wir bei einer einstündigen Überblicksführung kennenlernen werden. Anschließend Rückfahrt zum Hotel, Abendessen und Übernachtung.
Sonntag, 01.11.2026: Nach dem Frühstück und dem Check-out aus unserem Hotel fahren wir nach Wuppertal. Hier besuchen wir mit einer Führung die Sonderausstellung „Schön & streng. Die Macht des Ornaments. Von Henri Matisse bis heute“. Mit dieser Sonderausstellung erkundet das Von-der-Heydt-Museum die Funktion und Bedeutung des Ornamentes in der Kunst der Klassischen Moderne bis heute. Es widmet sich damit einem Thema, das von besonderer Aktualität ist. Gerade die international renommierte Malerei-Sammlung dieses Museums bietet für eine Ausstellung zur „Macht des Ornamentes“ die ideale Basis, illustriert sie doch anhand zahlreicher Hauptwerke wie Maler seit dem Beginn der Moderne Farbe, Form und Fläche zum eigentlichen Bildthema werden lassen.
Nach der Mittagspause treten wir die Rückreise an.