Programm dieser Studienreise:
Dienstag, 15.09.2026: Die Abfahrt ist um 05.30 Uhr in Coburg am ZOB beim Bahnhof, um 06.00 Uhr in Lichtenfels am Bahnhofsvorplatz und um 06.45 Uhr in Bamberg am Fuchs-Parkplatz in der Pödeldorfer Straße. Über die Strecke München - Salzburg - Tauernautobahn fahren wir ins Friaul nach Udine, wo wir gegen Abend ankommen werden. Gemeinsames Abendessen und Übernachtung in Udine im Hotel Astoria.
Mittwoch, 16.09.2026: Nach dem Frühstück unternehmen wir einen Ausflug in die italienisch-slowenische Grenzregion und besichtigung Gorizia / Nova Gorica. Lange durch eine Mauer getrennt, sind die beiden Städte an der slowenisch-italienischen Grenze endlich wieder vereint und präsentierten sich 2025 gemeinsam als Europäische Kulturhauptstadt. Gorizia stand im Mittelalter unter der Herrschaft der Grafen von Görz und gehörte später zum Herrschaftsgebiet der Habsburger. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Gorizia geteilt und eine Hälfte kam als Nova Gorica an das damalige Jugoslawien, mitten durch die Stadt wurde eine hohe Grenzmauer gezogen.
Wir besuchen die gut erhaltene und sehenswerte Altstadt Gorizias und die Oberstadt mit ihren alten Häusern und Palazzi. Vom mittelalterlichen Castello aus haben wir einen traumhaften Blick auf beide Städte, den Isonzo, die Julischen Alpen und die Tiefebene. Begleitet von einer lokalen Reiseleitung entdecken wir die faszinierende Doppelstadt, tauchen ein in ihre bewegte Geschichte und erleben das einzigartige Zusammenspiel italienischer und slowenischer Kultur. Den Tag lassen wir bei einer Weinverkostung in einem Weingut ausklingen.
Rückfahrt zum Hotel, gemeinsames Abendessen und Übernachtung.
Donnerstag, 17.09.2026: Nach dem Frühstück fahren wir nach Aquileia. Sie ist heute UNESCO-Weltkulturerbe, war eine der größten Städte des Römischen Reiches und hatte große Bedeutung in frühchristlicher Zeit. Die Basilica Santa Maria Assunta wurde auf einem Bau aus dem 4. Jh. errichtet. Aus dem Vorgängerbau haben sich Mosaiken aus dem 4. Jh. erhalten, die zu den frühesten und besterhaltenen Mosaiken frühchristlicher Kunst zählen. Nach der Besichtigung der Kirche genießen wir eine Weinverkostung in einer lokalen Kellerei, begleitet von Frico, einer typischen Spezialität aus dem Friaul.
Anschließend geht es weiter nach Triest. Hauptplatz und Zentrum der Stadt ist die Piazza dell‘Unita d‘Italia, die sich zum Meer hin öffnet. Im 19. Jh. wurde der Platz von repräsentativen Palästen umgeben. Die Altstadt mit ihren schmalen Sträßchen und engen Durchgängen wurde in den vergangenen Jahren schön saniert. Die Neustadt ließ Maria Theresia von Österreich ausbauen. Herzstück dieses Stadtteils sind der eindrucksvolle Canal Grande und der lebhafte Marktplatz Piazza Ponterossa. Hier in Triest besuchen wir die Kathedrale San Giusto, die wichtigste katholische Kirche der Stadt, die sich auf dem Gipfel des gleichnamigen Hügels befindet, der die Stadt beherrscht.
Danach fahren wir zurück nach Udine, Abendessen und Übernachtung im Hotel in Udine.
Freitag, 18.09.2026: Nach dem Frühstück fahren nach Hrastolje in Slowenien und besichtigen die eindrucksvolle Wehrkirche. Die Dreifaltigkeitskirche in Hrastovlje ist aufgrund ihrer Architektur und ihrer Fresken einzigartig. Die Kirche wurde zum Schutz gegen türkische Überfälle im 16. Jh. zu einer Wehrkirche umgebaut. Im Inneren besitzt sie kostbare Fresken aus der Zeit um 1490, ein wahres Highlight der slowenischen mittelalterlichen Wandmalerei. Die Fresken stellen die Schöpfungsgeschichte, die Passion Christi und Bauerntätigkeiten in verschiedenen Jahreszeiten dar. Am berühmtesten ist jedoch der Totentanz, eine außerordentliche Leistung mittelalterlicher Ikonographie.
Zum Abschluss des Tages führt uns unser Ausflug nach Lipica, wo wir ein traditionsreiches Gestüt besuchen und die berühmten Lipizzaner-Pferde in ihrer historischen Zuchtstätte und eine Vorführung der berühmten Lipizzaner-Pferde hautnah erleben können. Danach Rückfahrt nach Udine, Abendessen und Übernachtung.
Samstag, 19.09.2026: Nach dem Frühstück besuchen wir das historische Zentrum von Udine. Diese Stadt mit ihrem venezianischen Charme, prachtvollen Plätzen und beeindruckenden Palästen ist das historische Zentrum des Friauls. 1420 kam sie unter venezianische Herrschaft, von da an war das Schicksal bis zur napoleonischen Zeit mit Venedig verknüpft. Aus dieser Zeit stammen auch die wichtigsten Paläste und Monumente in der Altstadt.
Am Nachmittag besuchen wir Cividale del Friuli. Cividale war im Mittelalter Hauptstadt des ersten langobardischen Herzogtums in Italien Die Langobarden, ein Volk germanischen Ursprungs aus Nordeuropa, besetzten nach ihrer Wanderung Richtung Süden zwischen 568 und 774 die italienische Halbinsel und schufen das Königreich der Langobarden, das sich vom Friaul und den Alpen bis nach Benevent und Apulien erstreckte. Einflüsse aus Rom und Byzanz verschmolzen unter langobardischer Herrschaft zu einer neuen Kultur, die zwischen dem 7. und 8. Jh. eine künstlerische Blütezeit erlebte. Wie keine zweite Stadt hat Cividale Werke aus der Langobardenzeit bis heute bewahrt. Weltweit einzigartig ist eine kleine Kirche aus dem 8. Jh., die möglicherweise einst eine langobardische Pfalzkapelle war und heute unter dem Namen Tempietto Langobardo bekannt ist. Im Jahr 2011 ist sie von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Wir besuchen hier in Cividale den Langobardentempel und das Archäologische Museum und fahren gegen Abend nach Udine zurück. Gemeinsames Abendessen und Übernachtung in Udine.
Sonntag, 20.09.2026: Mit vielen neuen Eindrücken treten wir nach dem Frühstück die Heimreise nach Bamberg, Lichtenfels und Coburg an.