Eiszeitkunst und Schwäbische Alb


Dort, wo sich die Schwäbische Alb dem Alpenvorland zuneigt, hat sich vor 40 000 Jahren ein gewaltiger Sprung in der Entwicklungsgeschichte hin zum modernen Menschen ereignet. In dieser Region fing der eiszeitliche Mensch an, figürliche Darstellungen von Tieren und Menschen sowie die weltweit ersten Musikinstrumente zu erschaffen. Sechs Höhlen im Ach- und Lonetal sind deshalb zum UNESCO-Welterbe erklärt worden.

Voraussichtliches Programm dieser Reise:

Freitag, den 03.08.2018: Anreise von Coburg (Zustiegsmöglichkeit in Lichtenfels) über die Strecke Würzburg – Autobahn A 7 – nach Ulm, wo wir gegen Mittag eintreffen werden. Die Mittagspause steht Ihnen in Ulm zu Ihrer freien Verfügung.

Um 14.00 Uhr lernen wir bei einer Stadtführung die Stadt Ulm kennen. Bei diesem Stadtrundgang erfahren wir viel zur Geschichte und Gegenwart der Stadt Ulm. Wir besichtigen die Altstadt, das Donau-Ufer, das Fischer- und das Gerberviertel und selbstverständlich auch das Münster. Das Ulmer Münster ist nicht nur die zweitgrößte Kirche Deutschlands und hat den höchsten Kirchturm der Welt, sondern auch im Innern des Gotteshauses befinden sich einmalige Schätze…

Im Anschluss an die Stadtführung besuchen wir das Ulmer Museum. Hier befindet sich das Original des „Löwenmenschen“. Diese meisterhaft aus einem Mammutstoßzahn geschnitzte Statuette ist 31,10 cm hoch und damit nicht nur die größte, sondern auch die faszinierendste Entdeckung eiszeitlicher Kunst auf der Welt. Vor rund 35 000 Jahren entstanden gehört diese Plastik zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit. Danach fahren wir weiter zu unserem Hotel in Ehingen. Wir wohnen im 4-Sterne Best Western Plus Hotel Schwanen in Ehingen. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

Samstag, den 04.08.2018: Nach dem Frühstück fahren wir nach Blaubeuren. Längst ist Blaubeuren zur „Hauptstadt der Archäologie“ aufgestiegen, denn die umliegenden Höhlen im Ach- und Blautal gehören zu den bedeutendsten Fundstellen urgeschichtlicher Relikte in Europa. . Wir besuchen hier zunächst mit einer Führung das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren. Als Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums ist das „urmu“ das Schwerpunktmuseum für die Altsteinzeit in Baden-Württemberg. Es vermittelt das Leben von Neandertalern und Eiszeitmenschen und zeigt den Alltag damaliger Jäger und Sammler bis hin zum Kochen im Fellkochtopf. Darüber hinaus präsentiert es die ältesten Kunstwerke und Musikinstrumente der Menschheit. Die weltweit einmaligen Funde werden in Schatzkammern thematisch vorgestellt.

In der Mittagspause haben Sie Zeit zu Ihrer freien Verfügung in Blaubeuren.

Etwa um 13.30 Uhr starten wir mit dem Blautopfbähnle zu einer fast 2,5-stündigen Rundfahrt. Hier sehen wir die wichtigsten Fundorte in natura. Vorbei an der Großen und Kleinen Grotte, der Brillenhöhle, der Grabungsstätte Geißenklösterle und der Sirgensteinhöhle bis hin zum Hohlen Fels. Den Hohlen Fels werden wir zusammen mit einem Höhlenguide erkunden. Hinter dem 29 m langen, nahezu ebenerdigen Eingangstunnel erscheint mit 500 qm Gundfläche eine der größten Höhlenhallen der Schwäbischen Alb. Bei Ausgrabungen am Hohlen Fels wurden eine Knochenflöte und figürliche Eiszeitkunst entdeckt, die alle ein Alter von bis zu 40 000 Jahren aufweisen.

Anschließend Rückfahrt nach Ehingen. Am späten Nachmittag unternehmen wir mit einer Führung noch einen Spaziergang durch das barocke Ehingen. Ehingen liegt direkt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße. Zu den vielen sehenswerten Baudenkmälern aus der Barockzeit zählt insbesondere das ehemalige Franziskanerkloster, das schon im 17. Jahrhundert über eine eigene Brauerei verfügte und in und um Ehingen den Anbau von Hopfen förderte. Gemäß dem Grundsatz „Flüssiges bricht das Fasten nicht“ legte das Franziskanerkloster einen Grundstein für die spätere Blüte des Ehinger Hopfenanbaus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Ganz stilgemäß beenden wir unseren Tag heute im Hotel mit einem 3-gängigen Biermenü.

Sonntag, den 05.08.2018: Nach dem Frühstück und dem Check-out aus unserem Hotel fahren wir nach Niederstotzingen und besuchen zum Abschluss unserer Reise mit einer Führung den Archäopark Vogelherd. Die Vogelherdhöhle ist Mittelpunkt des 2013 neu eröffneten Archäoparkes Vogelherd mit Besucherzentrum und einem Freigelände mit steinzeitlichen Erlebnisstationen. Ein Spazierweg durch das Areal führt zur Höhle, die sich direkt unter der Felskuppe befindet. Auch hier sind Archäologen auf sensationelle Funde gestoßen. 11 kleine Tierfiguren aus Mammutelfenbein fand man hier, am bekanntesten sind die Figur eines Wildpferdes und das 2006 entdeckte Mammut.

Nach der Mittagspause treten wir die Rückreise nach Lichtenfels / Coburg an.

Im Fahrpreis sind folgende Leistungen enthalten: 
- Busfahrt, einschließlich aller Ausflüge
- 2 Übernachtungen mit Frühstück im 4-Sterne Best Western Bier Kultur Hotel Schwanen in Ehingen, alle Zimmer mit Dusche oder Bad und WC
- 1 x 3-Gang Abendmenü
- 1x 3-Gang Biermenü -Stadtführung in Ulm mit Münsterbesichtigung und Besuch des Ulmer Museums -Eintritt und Führung in Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren
- Höhlenrundfahrt mit dem Blautopfbähnle (ca. 2,25 h) inklusive Führung „Hohler Fels“  - Führung durch das barocke Ehingen -Eintritt und Führung durch den Archäopark mit Besichtigung der Vogelherdhöhle

Die Fahrt wird durchgeführt bei einer Mindestbeteiligung von 20 Personen Es gelten die AGBs des aktuellen Kataloges. Sie sind auch nachzulesen auf www.sr-reisen.net.

Die Fahrt wird durchgeführt und organisiert von: Sigrid Radunz Reiseveranstaltungen Am Lauersberg 32, 96215 Lichtenfels-Schney Tel.: 09571-88835, Fax: 09571-88550, Mobil: 0172 - 8601354
3 Tage, 03.08.2018 - 05.08.2018
ab Freitag
1 Termin(e)
Sigrid Radunz-Fichtner
L006
Reisepreis:
420,00

Einzelzimmerzuschlag: 47,00 €